Leser zu Kommentatoren machen

Ein großer Unterschied zwischen Blogs und Magazinen ist der direkte Kontakt zu den Autoren. Über die Kommentarfunktion können Leser dem Autor einfach Fragen zu dem Artikel stellen.

Häufig ergeben sich aus den Kommentaren andere Sichtweisen auf ein Thema. Es können aber auch völlig neue Themen für einen neuen Artikel oder rege Diskussionen entstehen.

Kommentare sind sozusagen das Salz in der Suppe. Leider sind viele Leser zurückhaltend beim kommentieren. Man muss sie durch ein paar Kniffe locken. Ich habe eine Liste erstellt mit verschiedenen Möglichkeiten um mehr Blog Kommentare zu bekommen.

guter Content

Klar, guter Content. Guter Content ist essenziell für Blogs und deren Leser. Bei einem gut geschriebenen Artikel steigt die Chance auf Kommentare immens. Niemand wird einen Artikel kommentieren wollen, den er zum 36-zigsten Mal liest oder der schlecht geschrieben ist. Also kann man mit einem gut geschriebenen Artikel seine Leser ermutigen einen Kommentar zu hinterlassen.

DoFollow Links in den Kommentaren

DoFollow Links bei Kommentaren können für ein erhöhtes Kommentar aufkommen sorgen. Leider holt man sich da durch schnell die Spamer ins Haus. Es achten nur andere Webseitenbetreiber oder SEOs auf das NoFollow-Attribute. Wer besonders viel Pech hat, kommt sogar auf eine DoFollow Blogliste.

Dennoch kann es gerade zu Beginn sinnvoll sein auf diesen Schritt zurück zu greifen. Es kennt wahrscheinlich jeder, man möchte nicht der Erste sein. Sehen also “normale” Leser das es schon mehrere Kommentare im Blog/Artikel gibt. Kann es die Scheu verringern einen Kommentar zu hinterlassen. Außerdem schreiben ja nicht alle SEOs nur Mist in den Kommentar. Sie möchten ja das der Kommentar auch freigeschaltet wird.

Auf Kommentare antworten

Ein großer Vorteil von Blogs gegenüber normalen Magazinen ist, dass man mit den Autor diskutieren kann. Sollten direkte Fragen an den Autor gestellt werden, sollte dieser auch darauf antworten. Das ist nicht nur gut für den Blog, sondern gehört zum guten Ton. Auf der Straße antwortet man ja auch, wenn man gefragt wird.

Auf gute Kommentare mit einem Artikel antworten

Bei wirklich guten Kommentaren, die viele Informationen oder Fragen beinhalten, gibt es die Möglichkeit nicht etwa direkt als Kommentar zu antworten. Gibt der Kommentar genügend Input für einen neuen Artikel sollte man dies aufgreifen und einen neuen Artikel schreiben. Das hat zwei ganz klare Vorteile, man bekommt zum einen neuen Content für seinen Blog und zum anderen fühlt sich der Kommentator geehrt.

letzte/Top Kommentare aufzeigen

Durch ein WordPress Plugin kann man die letzten Kommentare in der Sidebar anzeigen lassen. Dadurch erhalten die Kommentare mehr Aufmerksamkeit und rücken schneller in den Fokus der Leser.

Mit einem anderem WordPress Plugin kann man die Top Kommentatoren in der Sidebar anzeigen lassen. Viele Leute fühlen sich durch ein Ranking angespornt mehr zu kommentieren.

keine Captchas

Generell sollte man es dem Leser so einfach wie möglich machen einen Kommentar im Blog zu hinterlassen. Ein häufiger Fehler von vielen Bloggern ist es das lösen eines Captchas zu verlangen. Das ist zwar eine gute Möglichkeit gegen Spam. Schreckt aber auch viele richtige Kommentatoren ab. Der Betreiber eines Blogs ist dafür verantwortlich das es nicht zu viel Spam in seinem Blog gibt, nicht der Leser. Daher sollte man Captchas entfernen und Spam ggf. von Hand löschen.

Bei anderen kommentieren

Ist man aktiv in der Blogosphäre erreicht man viele andere interessierte Leser und Blogger. Mit der  Zeit vernetzt man sich dadurch mit anderen. Aber das ist hier nicht Punkt. Andere Blogger sind generell eher dazu bereit in einem Blog zu kommentieren, als “normale” Leser. Durch das kommentieren im fremden Blog setzt man den anderen Blogger unter “Zugzwang”. Tauchen in seinem Blog immer Kommentare von dir auf, verleitet es ihn auch bei dir zu kommentieren.

Kommentare abonnieren lassen

Können Kommentare abonniert werden, verlieren die Leser eine Diskussion nicht so leicht aus den Augen. In der Regel ist es so, dass man etwas kommentiert und nie wieder nach den Kommentaren schaut, weil man es schlicht vergessen hat. Kann der Leser die Kommentare abonnieren, hat er schon sein Interesse an einem Thema symbolisiert. Die Chance das er später noch einmal wieder kommt, um einen Kommentar zu einer entstandenen Diskussion zu schreiben ist recht hoch.

offene Artikel schreiben

Schreibt man offene Artikel haben die Leser noch die Chance etwas zu dem Artikel hinzuzufügen. Sind die Artikel hingegen perfekt und vollständig, kann der Leser eigentlich als Kommentar nur ein “Toll gemacht. Super Artikel” hinterlassen. Das juckt natürlich weniger in den Finger, als etwas wirklich konstruktives zu hinterlassen.

Fragen am Ende stellen

Am Ende eines Artikels kann man die Leser mit einer einfachen Frage gut ins Boot holen. Dazu reichen Dinge wie, “Wie machst du das?”, “Weitere Vorschläge?”, “Eure Meinung ist?” etc. Konkretere Fragen, passend zum Artikel, sind natürlich besser. Werden am Ende eines Artikels konkrete Fragen gestellt, muss sich der Leser weniger Gedanken um seinen Kommentar machen. Er bekommt vom Autor direkt Anhaltspunkte um einen Kommentar zu schreiben.

 

Fazit

Das sind schon einige Tipps die man umsetzen kann. Insgesamt sind es dann doch 10 Stück geworden. Möchte jemand mehr Kommentare in seinen Blog haben, können ein paar von diesen Ideen ausprobiert werden. Alle Tipps auf einmal auszuprobieren wäre wohl zu viel des Guten.

Beachten sollte man natürlich auch, ohne Leser keine Kommentatoren. Für neue Blogs ist es daher für den Anfang erstmal zu empfehlen sich um neue Leser zu kümmern statt um neue Kommentatoren.

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